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Entwicklung der Schwentine zum naturverträglichen Wasserwanderweg

Der Wassersportmarkt in Deutschland wächst stetig und gewinnt bundesweit spürbar an Beliebtheit. Auch die Schwentine hatte sich seit 2000 vor allem bei Kanuten zu einem Geheimtip entwickelt.

In Zusammenarbeit mit dem Kreis Plön und der EGOH hat der Naturpark Holsteinische Schweiz e.V. das Büro Greuner-Pönnicke aus Kiel beauftragt eine Studie zur Entwicklung und Umsetzung eines umweltverträglichen Wasserwanderns auf der Schwentine im Bereich des Naturparkes „Holsteinische Schweiz“ von Eutin bis zum Kleinen Plöner See zu erarbeiten.

Die Finanzierung dieser Studie in Höhe von 16.000 € erfolgt zu 50% aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Programm Leader+ und zu 50% aus Landesmitteln der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Naturparken.

Der Naturpark Holsteinische Schweiz e.V. verfolgte damals primär das Ziel, den Naturpark Holsteinische Schweiz als ökologischen Naturraum darzustellen und zu schützen und eine umweltgerechte Infrastruktur von naturnahen Erholungsmöglichkeiten fortzuentwickeln.

Viele Abschnitte des Wasserwanderweges waren und sind beliebte Tagesausflugsziele von Touristen, Naherholungssuchenden und in Vereinen organisierten Wassersportlern. Durch diese Aktivitäten tritt eine erhöhte Belastung in der Natur auf. Naturschutzverbände und Anwohner weisen immer wieder auf diese Konflikte hin. Aber gerade das „ursprüngliche“ Erleben von Natur hat eine große Bedeutung für das Wohlbefinden des Menschen. Ziel der damals vergebenen Studie war die Entwicklung und Einrichtung eines Besucherlenkungssystems sowie die Planung der dazugehörigen wassertouristischen Infrastruktur unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Naturschutzes und des Tourismus.

Seit Juni 2004 lag das Ergebnis der Studie vor und wurde in nahezu allen Punkten durch die verschiedenen Partner umgesetzt. Insgesamt wurden fünf Folgeprojekte mit einem Volumen von insgesamt 181.100 Euro beantragt und genehmigt. Hierzu zählen z.B. der Bau der Kanuwanderhilfen an der Gremsmühle und Ölmühle, die Anlage der Rastplätze und Einsetzstellen und der Infotafeln. Neben diesen öffentlichen Investitionen sind zahlreiche private Investitionen in direktem Zusammenhang zu sehen. So errichtet z.B. die Segelschule Plön zur Saison 2005 in Spitzenort eine öffentliche Einsetzstelle mit Info-Zentrum.

Die kanutouristische Infrastruktur an der Schwentine zählt inzwischen zur Besten in Schleswig-Holstein und braucht auch bundesweit den Vergleich nicht scheuen.
Die Maßnahmen zur Verbesserung der kanutouristischen Infrastruktur an der Schwentine waren damals landes- und bundesweit Vorbild für andere Reviere. Über zehn Jahre sind seitdem vergangen und es ist Zeit für einen kritischen Blick auf das Erreichte. Hierzu finden aktuell Gespräche statt.

Ihr Ansprechpartner:

Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH
Koordination Wasserwirtschaft
Jens Meyer

Tel. +49 (0)4521. 808 804
Fax: +49 (0)4521. 808 11
eMail: meyer@egoh.de