Regionale Zusammenarbeit

Kurzinformation zum Projekt „Regionale Zusammenarbeit an der Entwicklungsachse A1 als Folge des Baus einer festen Fehmarnbelt-Querung“

Die Entwicklung in der Region auf der Achse zwischen der Metropolregion Hamburg, Lübeck und dem Kreis Ostholstein mit Fehmarn ist in den letzten 10 Jahren sehr intensiv bestimmt worden durch die Planung einer festen Fehmarnbelt-Querung. Durch den langen Entscheidungsprozess, der geprägt war durch zahlreiche und umfangreiche Voruntersuchungen, sind die Entwicklungsmöglichkeiten der Region und speziell des Kreises Ostholstein stark beeinflusst worden. Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages durch die Verkehrsminister des Königreiches Dänemark und der Bundesrepublik Deutschland ist der Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung in greifbarer Nähe.

Der Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung wird in der Planungsphase, der Bauphase und später in der Betriebsphase die infrastrukturelle und wirtschaftliche Situation im Kreis Ostholstein und der gesamten Region auf der Entwicklungsachse bis nach Hamburg entscheidend verändern.

Als ein Ergebnis hat sich im Rahmen der Erarbeitung des REK ergeben, dass die Kooperation, Information und Zusammenarbeit in der Region besonders hinsichtlich des Themas feste Fehmarnbelt-Querung verbesserungsfähig ist. Deshalb kommt das REK im Endbericht auch zu dem Schluss, dass eine Neuorganisation der Zusammenarbeit vor dem Hintergrund des Baus der festen Fehmarnbelt-Querung notwendig ist. Mit der nun vorgesehenen regionalen Zusammenarbeit an der Entwicklungsachse A 1 soll dem Rechnung getragen werden.

Während auf der Insel Fehmarn und dem angrenzenden Festland natürlich die direkten Baumaßnahmen beispielsweise mit Fragen der Logistik für die Baustelle, der Beeinträchtigung des Tourismus, den Möglichkeiten zur Beschäftigung von Mitarbeitern usw. im Vordergrund stehen, sind es für die ganze Fehmarnbelt-Region Fragen nach dem möglichst großen wirtschaftlichen Nutzen, den es aus der neuen Verbindung zu ziehen gilt. Es ist vereinbart, den Diskussionsprozess des REK im Regionalmanagement unter Einbindung aller beteiligten Kreise und der Hansestadt Lübeck in der Lenkungsgruppe fortzuführen (Aufgabenbereich Fachdienst Regionale Planung OH) und konkrete Projekte bereits sofort umzusetzen.

Das herausragende Ziel der Zusammenarbeit im Rahmen des hier beantragten Projektes ist die weitere Entwicklung und die Nutzung der sich durch den Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung ergebenden Chancen entlang der Achse A 1.

Dazu sollen

  • die mit der Erarbeitung des REK eingeleitete Kommunikation und Zusammenarbeit unter Berücksichtigung bestehender Kooperationen und Verflechtungen fortgeführt, strukturiert und fest etabliert werden
  • die im REK vorgeschlagenen Projekte verifiziert und umgesetzt sowie weitere Projekte entwickelt werden
  • zielgerichtete, kleinräumigere Gutachten und Machbarkeitsstudien forciert werden, damit diesbezügliche Projekte umgesetzt werden können
  • nichtinvestive Projekte entwickelt  werden
  • die Entwicklung investiver Projekte initiiert und begleitet werden
  • die Nutzung der Chancen und Minderung der Risiken für die Region durch die FBQ optimiert werden

Die regionale Zusammenarbeit an der  Entwicklungsachse A 1 soll die Region in die Lage versetzen, die bereits vorhandenen Potenziale der Untersuchungsregion sowie die Chancen einer festen Fehmarnbelt-Querung regionalökonomisch noch besser zu nutzen. Damit wird angestrebt, die Attraktivität und die Wirtschaftskraft der Region zwischen den Kraftzentren „Metropolregion Hamburg“ im Süden und „Öresundregion“ im Norden zu stärken.

Projektlaufzeit vom 01.01.2011 bis 31.12.2013.

Das Projektbudget beläuft sich auf 852.000 € und wird zu 70 % aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) gefördert.