Feste Fehmarnbelt Querung

Im Herbst 2009 ratifizierten Deutschland und Dänemark den Vertrag zur Errichtung einer festen Querung über den Fehmarnbelt zwischen den beiden Ländern. Die Feste Fehmarnbeltquerung umfasst eine vierspurige Autobahn und eine zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahnverbindung. Die Querung führt 19 km über den Fehmarnbelt von der Insel Fehmarn auf deutscher Seite nach Rødbyhavn auf dänischer Seite.

Die feste Querung wird Skandinavien noch stärker mit dem übrigen Europa verbinden und eine direkte Anbindung der skandinavischen Länder an den Norden Deutschlands und in Richtung Osten an die dynamisch wachsenden Ostseeanrainerstaaten schaffen.

Die Entwurfs- und Genehmigungsphase des Vorhabens wird voraussichtlich bis 2012 andauern, wenn die endgültige Genehmigung für den Bau und den Betrieb des Vorhabens in Form eines Baugesetzes im dänischen Parlament erfolgen wird. Nach den Planungen wird die Ausführung voraussichtlich sechs Jahre in Anspruch nehmen.

Die vorläufigen Baukosten der Küstenverbindung belaufen sich auf schätzungsweise 4,5 Milliarden Euro beim Bau einer Brücke und 5,5 Milliarden Euro beim Bau eines Tunnels. Beiden Beträgen liegen die Preise von 2008 zugrunde.

Der Bau selbst wird in der fünfjährigen Hochphase (ein Jahr Anlaufphase, fünf Jahre Ausführung) voraussichtlich etwa 6.000-7.000 Arbeiter pro Jahr beschäftigen. Unabhängig von der gewählten Lösung besteht das Bauwerk überwiegend aus großen Stahl- und Betonteilen, die in Fabriken und Gießbecken an Land produziert und an Ort und Stelle im Trassenführungskorridor zusammengesetzt werden.

(Quelle: Femern A/S „Beschreibung möglicher Produktionsstätten” 2009)